
Die Reichskanzlei war die Behörde des Reichskanzlers des Deutschen Reichs von 1878 bis 1945. Sie war vor allem für den Verkehr des Reichskanzlers mit den übrigen Reichs- und Staatsorganen verantwortlich. Ihre Leitung oblag einem Staatssekretär. Die Reichskanzlei wurde zuweilen auch „Reichskanzleramt“ genannt. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem tatsächlichen Bundeskanzleramt des Norddeutschen Bundes, das seit 1871 Reichskanzleramt hieß. Dieses entwickelte sich ab 1878 zum Reichsamt des Innern.
Amtsgebäude der Reichskanzlei war ein Palais in der Wilhelmstraße 77 in Berlin. Das Reich hatte es 1875 auf Drängen Otto von Bismarcks als Sitz der Reichskanzlei erworben. Das Gebäude hieß nach dem Bauherren Palais Schulenburg oder der Familie des letzten Erwerbers Antoni Henryk RadziwiłłPalais Radziwill oder nach der Funktion Reichskanzlerpalais und ab 1930 nach einer Überformung Alte Reichskanzlei.
Organisation
Chef der Behörde war ursprünglich der Reichskanzler selbst, dem der Staatssekretär in der Reichskanzlei für die innere Organisation der Behörde zur Seite stand (siehe Liste der Staatssekretäre der Reichskanzlei). Erst in der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1934 Staatssekretär Hans Heinrich Lammers zum „Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei“ ernannt und 1937 zum „Reichsminister und Chef der Reichskanzlei“ befördert. Da das Reichskabinett nicht mehr zusammentrat, wurde die Reichskanzlei zu einer der zentralen Stellen der Polykratie des NS-Staats.
Dem Staatssekretär unterstanden zunächst nur wenige Referate (siehe Liste der Beamten der Reichskanzlei zur Zeit der Weimarer Republik). Jedem Referenten war die Zuständigkeit für mehrere oberste Reichsbehörden übertragen. 1934 bis 1936 bestand das Personal der Reichskanzlei aus:
- MinisterialratRichard Wienstein (ständiger Stellvertreter des Staatssekretärs, Referent für Reichsministerium des Innern, Reichsjustizministerium, Reichskriegsministerium, Reichsstatthalter, Länder, Verfassungs- und Verwaltungsfragen)
- Ministerialrat Konrad Ehrich (Unterstützungsgesuche privater Personen, Durchgangssachen; Reichsluftfahrtministerium, Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Deutsche Nothilfe, Sport, Jugenderziehung und -ertüchtigung, Reichsarbeitsdienst)
- MinisterialdirigentWilly Meerwald (Persönlicher Referent Adolf Hitlers und Referent für inländische Presse, Reichstag, Aufwandsentschädigung des „Führers und Reichskanzlers“ und Anforderungen des Fonds für besondere Repräsentation, Verwendung des Namens des „Führers und Reichskanzlers“)
- Ministerialrat Hermann von Stutterheim (Persönlicher Referent Lammers‘, auch zuständig für Angelegenheiten auf besondere Zuweisung des Staatssekretärs)
- Regierungsassessor Edwin Nordmann, dann Hauptmann der SchutzpolizeiKarl Deckert (Adjutant Lammers‘)
- Beauftragter für Wirtschaftsfragen Wilhelm Keppler
- Ministerialrat Franz Willuhn (Reichswirtschaftsministerium, Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft einschließlich Osthilfe und ländliche Siedlung, Reichsverkehrsministerium, Reichspostministerium, Reichsforst- und Reichsjägeramt, Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Reichsbank, Reichskommissar für die Preisbildung, Zoll, Reichsbahn)
- Ministerialrat Leo Killy (Generalreferent für den Reichshaushalt, Reichsfinanzministerium, Reichsarbeitsministerium, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Arbeitsbeschaffung, Beamten-, Angestellten- und Besoldungssachen, Finanzausgleich, Siedlungswesen)
- Regierungsrat Wilhelm Steinmeyer (Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen einschließlich Zahlstelle, Haushalte der Reichskanzlei, der Reichsminister ohne Geschäftsbereiche sowie der dem „Führer und Reichskanzler“ unmittelbar unterstellten Dienststellen, Ruhegehalts-, Witwen- und Wartegeldempfänger, Reise- und Umzugskosten)
- Ministerialrat Hans Thomsen (Auswärtiges Amt, Außenhandelsverträge, ausländische Presse, Saargebiet)
- Ministerialbürodirektor Rudolf Ostertag (Ausfertigung und Verkündung von Gesetzen sowie von Ernennungsurkunden im Benehmen mit den sonst zuständigen Referenten, persönliche Angelegenheiten der Bediensteten der Reichskanzlei, Gebäudeverwaltung, Einladungen zu Kabinettssitzungen)
Die Referate wurden Mai 1936 in zunächst zwei Abteilungen (Abteilung A und Abteilung B) zusammengefasst, wobei die Abteilung A in der Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden untergebracht war. Der Abteilung A unter Meerwald waren Stutterheim, Deckert und Ehrich zugeordnet, der Abteilung B unter Wienstein die restlichen Referenten.[1]
1942 wurden die von den zu Reichskabinettsräten beförderten Beamten Leo Killy, Hermann von Stutterheim und Hans Ficker geleiteten Referate zu Abteilungen aufgewertet, ohne dass damit eine Änderung der Zuständigkeiten verbunden war.[2]
Zuletzt war die Reichskanzlei unter Lammers und Staatssekretär Friedrich Wilhelm Kritzinger in fünf Abteilungen gegliedert:[3]
- Abteilung A: Personal, Gebäude, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Reichstag, Öffentliches Gesundheitssystem, Deutsches Rotes Kreuz, Waffenrecht, Sport, Unterstützungskassen (Leiter: Ministerialdirektor Willy Meerwald, Mitarbeiter: Ministerialrat Konrad Ehrich, Ministerialbürodirektor: Oberregierungsrat Walter Büsch)
- Abteilung B: Reichswirtschaftsministerium, Vierjahresplan, Reichsbank, Reichsverkehrsministerium, Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, Reichsforstmeister, Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Generalinspektor für Wasser und Energie, Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft (Leiter: Reichskabinettsrat Franz Willuhn)
- Abteilung C: allgemeines Haushaltsrecht und -system, Haushalt der Reichskanzlei, Reichsfinanzministerium, Reichsarbeitsministerium, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz, Recht und Rechtssetzung der öffentlichen Verwaltung, Orden und Ehrenzeichen (in Zusammenarbeit mit der Präsidialkanzlei), Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Generalbaurat für die Neugestaltung der Hauptstadt der Bewegung, Reichsbaurat für die Stadt Linz an der Donau, Anpassung der Gehälter der öffentlichen Bediensteten außerhalb der Reichsgrenzen (Leiter: Reichskabinettsrat Leo Killy (als „jüdischer Mischling“ im November 1944 entlassen), Mitarbeiter: Ministerialrat Gottfried Boley, Oberregierungsrat Paul Hänsel, Oberregierungsrat Felix Kaiser)
- Abteilung D: Auswärtiges Amt, Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete, Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau, allgemeine Angelegenheiten des Generalgouvernements und der besetzten Gebiete, Staatssekretär für Fremdenverkehr, Protektorat Böhmen und Mähren (Leiter: Reichskabinettsrat Hermann von Stutterheim, Mitarbeiter: Ministerialrat Hans Rabe)
- Abteilung E: Reichsministerium des Innern (außer die Zuständigkeiten der Abteilung A), Oberkommando der Wehrmacht, Reichsluftfahrtministerium, Reichsjustizministerium, Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten, Reichsarbeitsdienst, Preußischer Ministerpräsident, Chefs der Zivilverwaltung, Reichsstelle für Raumordnung (Leiter: Reichskabinettsrat Hans Ficker)
- Pressechef der Reichsregierung: Staatssekretär Otto Dietrich
Gebäude
Adelspalais

Das Stadtpalais wurde 1738/1739 von Carl Friedrich Richter für den Generalmajor Graf Adolph Friedrich von der Schulenburg erbaut. Dieser war ein enger Vertrauter des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I., der die Friedrichstadt ausgebaut und vor allem für den Bau der Adelspalais in der Wilhelmstraße gesorgt hatte. Der König nahm 1740 sein letztes auswärtiges Mittagessen in diesem neu erbauten Palais ein. Nach seinem Tod schickte Friedrich II. den General Schulenburg, der bei ihm nicht in höchster Gnade stand, in den Ersten Schlesischen Krieg, in dem er 1741 in der Schlacht bei Mollwitz fiel.
Während die Friedrichstadt sonst von einer durchgehenden Häuserfront gekennzeichnet war, durfte dem Hauptgebäude hier ein von Seitenflügeln flankierter Ehrenhof vorgesetzt werden. Allerdings nahm man durch die Ausrichtung des benachbarten Palais Marschall auf die Mohrenstraße in Kauf, dass das Palais Schulenburg an die Nordwestecke des Wilhelmplatzes gedrängt wurde und sein Ehrenhof so ohne Bezug zur Platzanlage blieb.
Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1795 der polnische Fürst Antoni Henryk Radziwiłł das Palais, nicht zuletzt, um seine Verlobung mit Prinzessin Luise von Preußen zu ermöglichen. Diese war im gegenüberliegenden Ordenspalais aufgewachsen, das ihr Vater Prinz Ferdinand als Herrenmeister des Johanniterordens bewohnte, der sich 1786 auch das Schloss Bellevue erbaut hatte. Die nicht ganz ebenbürtige Ehe mit dem komponierenden Fürsten, die die energische Prinzessin durchsetzte, gestaltete sich glücklich. Gemeinsam mit ihrem Mann empfing sie in ihrem Haus, dem nunmehrigen Palais Radziwiłł, zahlreiche Künstler und Gelehrte, mit denen sie ohne höfische Etikette verkehrte; sie unterhielt hier von 1796 bis 1815 einen Salon. Zu den Freunden des Hauses zählten die Gelehrten Wilhelm von Humboldt und Alexander von Humboldt, die Generäle Gneisenau und Clausewitz, die Salonnière Dorothea von Kurland, der Historiker Niebuhr und der Ministerpräsident Freiherr vom Stein. Auch Goethe, Chopin, Felix Mendelssohn Bartholdy und Karl Friedrich Schinkel gehörten zu ihren Gästen. Infolge zahlreicher polnischer Gäste wurde das Palais zum Symbol des „polnischen Berlins“.[4] Die Teilungen Polens führten zu einer politisch schwierigen Situation, durch die Warschau zeitweise preußisch wurde. Antoni Henry Radziwiłł strebte ein möglichst unabhängiges Polen unter preußischem Schutz an, doch lag der Hauptteil seiner Besitzungen nach dem Wiener Kongress im russisch kontrollierten Kongresspolen, in Weißrussland und der Ukraine. Sein prunkvolles Radziwiłł-Palais im Zentrum von Warschau verkaufte er 1818 dem polnischen Staat, wurde Statthalter des preußischen Großherzogtums Posen und lebte überwiegend in Berlin. Sein Sohn Wilhelm von Radziwill und sein Enkel Anton von Radziwill wurden preußische Generäle.
Regierungssitz

Im Jahr 1869 kaufte Bismarck das Palais von der Familie Radziwill für Zwecke der preußischen Staatsregierung. 1875 erwarb das Kaiserreich das Gebäude vom preußischen Staat, das in Zukunft als Wohn- und Amtssitz des jeweiligen Reichskanzlers diente. In den Jahren 1875–1878 erfolgte im Inneren des Gebäudes ein Umbau nach Plänen von Wilhelm Neumann. Ab 1878 nutzte Bismarck das Palais als Residenz und die neu gegründete Behörde Zentralbureau des Reichskanzlers bezog mit ihm zusammen das Palais. Bismarck schlug zudem die Umbenennung des Palais in Reichskanzlei vor.
Im Jahr 1878 tagte im Festsaal, in der Mitte des Obergeschosses, der Berliner Kongress, der unter der Vermittlung Bismarcks eine Beilegung der vorangegangenen Balkankrise aushandelte. Auch die Kongokonferenz (1884/1885), die die koloniale Aufteilung Afrikas regelte, fand an diesem Ort statt.
Zwischen 1928 und 1930 entstand ein Erweiterungsbau auf dem benachbarten Grundstück Wilhelmstraße 78. Die entsprechenden Vorarbeiten leitete der Staatssekretär der Reichskanzlei. Für das zu errichtende Gebäude gab es im Frühjahr 1927 einen Einladungs-Wettbewerb, der vorsah, die Lücke zwischen dem vorhandenen Kanzleigebäude und dem Palais Borsig stilistisch angepasst zu schließen. Für die notwendigen Arbeiten standen mehr als 200.000 Mark bereit (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 886.000 Euro).[5] Die Architekten Eduard Jobst Siedler und Robert Kisch waren die Sieger des Wettbewerbes und ihre Pläne wurden weitestgehend umgesetzt.
Das Reichskanzlerpalais war zwischen 1932 und 1933 vorübergehend Dienstwohnung des ReichspräsidentenPaul von Hindenburg, da zu dieser Zeit Hindenburgs Wohnung im Reichspräsidentenpalais (Wilhelmstraße 73) renoviert wurde. Obwohl er am 3. Dezember 1932 seinen Posten als Reichskanzler aufgeben musste, blieb Franz von Papen in seiner Dienstwohnung leben und hatte somit wiederholt unmittelbaren Kontakt zum greisen Staatsoberhaupt und Mitgliedern der Kamarilla. Der neue Kanzler Kurt von Schleicher lebte noch immer in seiner Wohnung im Bendlerblock.[6]
- Ehrenhof
- Treppenhaus
- Alter Kabinettsaal
- Kabinett Luther I (1925/26)
- Neuer Kabinettsaal im Erweiterungsbau um 1930
- Arbeitszimmer des Reichskanzlers
- Bibliothek der Reichskanzlerwohnung, über dem Kamin das Bismarck-Wappen
Zeit des Nationalsozialismus
In den Jahren 1934/1935 erfolgten ein erneuter Umbau sowie eine Neueinrichtung der Wohn- und Arbeitsräume für Adolf Hitler, der Führerwohnung, durch Paul Ludwig Troost, Gerdy Troost und Leonhard Gall. Dabei verlegten die Architekten die Repräsentationsräume für den Empfang von Gästen von der ersten Etage in das Erdgeschoss. Dieses beherbergte im alten Corps de Logis (Mittelbau) des Palais neben der Vorhalle auf der Gartenseite den Salon sowie den neu angebauten Saalbau mit großem Speisesaal für diplomatische Empfänge und einem Wintergarten.[7] Der Kabinettsaal wurde vom Erweiterungsbau (1930) zurück in den Konferenzsaal im Obergeschoss des Mittelbaus verlegt. Nach der Fertigstellung der Neuen Reichskanzlei wurde der Kabinettsaal dorthin verlegt, während der Konferenzsaal meist ungenutzt blieb, nur Hitlers Geburtstagsgeschenke wurden hier alljährlich aufgestellt. Außerdem befanden sich in der ersten Etage Hitlers privates Arbeitszimmer, sein Schlafzimmer mit Bad und das Zimmer von Eva Braun. Auf der Gartenseite wurde unter Speisesaal und Wintergarten ein Luftschutzbunker errichtet, der „Vorbunker“ des späteren Führerbunkers.
Nach Plänen von Hitlers Hausarchitekten Albert Speer entstand 1935–1943 die Neue Reichskanzlei entlang der Voßstraße; ein Neubau, der mit seinen monumentalen Ausmaßen von 421 Metern in der Länge den Herrschaftsanspruch der Nationalsozialisten widerspiegeln sollte. Die offizielle Einweihung des in Teilen noch nicht fertiggestellten Bauwerkes fand am 10. Januar 1939 statt. Im Garten der Alten Reichskanzlei wurde westlich des Saalbaus ab 1943 der Führerbunker angelegt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde 1945 die Alte Reichskanzlei schwer beschädigt. Am 13. Oktober 1948 ordnete die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) an, den mit dem NS-Regime verbundenen Gebäudekomplex aus Palais Borsig sowie Alter und Neuer Reichskanzlei abzutragen, weil er zu einer Wallfahrtsstätte von Rechtsextremisten hätte werden können. Die Ruine der Alten Reichskanzlei wurde daraufhin bereits im Laufe des Jahres 1949 beseitigt.
- Erweiterungsbau von 1928/30, rechts der Altbau
- Gebäudekomplex aus Alter (Nr. 15) und Neuer Reichskanzlei (Nr. 1–3), Saalbau (14) mit Bunker (10), Erweiterungsbau (Nr. 18) mit dem Palais Borsig an der Wilhelm- / Ecke Voßstraße
- Anzeigetafel Führerbunker im ehemaligen Garten der Alten Reichskanzlei
- Neue Reichskanzlei (Längsfront Voßstraße)
Literatur
- Thomas Sandkühler: Die Reichskanzlei in der Wilhelmstraße 1871–1945 und Adolf Hitlers „Führerwohnung“: Geschichte eines vergessenen Ortes. In: Susanne Kähler, Wolfgang Krogel (Hrsg.): Der Bär von Berlin. Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins. 65. Jg., Berlin 2016, S. 101–138.
- Laurenz Demps: Berlin-Wilhelmstraße. Eine Topographie preußisch-deutscher Macht. 3., aktualisierte Auflage. Ch.Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-228-X.
- Sonja Günther: Design der Macht. Möbel für Repräsentanten des „Dritten Reiches“. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1992, ISBN 3-421-03029-4.
- Dietmar Arnold, Reiner Janick: Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“ – Legenden und Wirklichkeit. Ch. Links Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.
- Hans Günter Hockerts: Basislager der Forschung: Die Edition der Akten der Reichskanzlei. Über die erhaltenen Akten der Reichskanzlei. 2005. (Überblick über eine bedeutende Quellenpublikation, Link siehe unter Weblinks). (web.archive.org, PDF; 447 kB)
- Manfred Neumann: Von der Reichskanzlei zum Bundeskanzleramt – Vor 120 Jahren: Bismarck gründet die Reichskanzlei. In: AöR, Bd. 124, 1999, S. 108–130.
- Christoph Neubauer: Die Reichskanzlei – Architektur der Macht. Bd. 1: 1733–1875. Neubauer Verlag, Großschönau 2014, ISBN 978-3-9813977-1-0. (die-reichskanzlei.de)
- Andreas Nachama (Hrsg.): Die Wilhelmstraße 1933–1945 – Aufstieg und Untergang des NS-Regierungsviertels. Stiftung Topographie des Terrors, 2012, ISBN 978-3-941772-10-6, S. 45 ff.
- Christoph Neubauer: Die Reichskanzlei – Eine Werkanalyse – Die Eingangshalle. Christoph Neubauer Verlag, 2024, 80 S., ISBN 978-3-911651-00-4.
- Christoph Neubauer: Die Reichskanzlei – Eine Werkanalyse – Der Ehrenhof. Christoph Neubauer Verlag, 2025, 110 S., ISBN 978-3-911651-02-8.
Weblinks
- Online-Version der Edition „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“
- 3D-Rekonstruktion der Neuen Reichskanzlei
- Das Palais Radziwill. In: Porta Polonica. Dokumentationsstelle zur Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland. Abgerufen am 1. Juni 2025
Einzelnachweise
- ↑Deutsches Reich Reichskanzlei: Akten der Reichskanzlei: August 1934 - Mai 1935 : Dokumente Nr. 1 - 168 / bearb. von Friedrich Hartmannsgruber. Boldt, 1999, ISBN 3-486-56399-8, S. XXVIII (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑Deutsches Reich Reichskanzlei: Akten der Reichskanzlei: August 1934 - Mai 1935 : Dokumente Nr. 1 - 168 / bearb. von Friedrich Hartmannsgruber. Boldt, 1999, ISBN 3-486-56399-8, S. XXXI (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑Undated statement by Dr. Gottfried Boley concerning the organisation and function of the Reich Chancellery. In: Wiener Holocaust Library. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (englisch).
- ↑Das Palais Radziwill, porta-polonica.de
- ↑Erweiterungsbau der Reichskanzlei. In: Vossische Zeitung. 19. Januar 1927, Morgenausgabe, S. 5.
- ↑Rüdiger Barth, Hauke Friedrichs: Die Totengräber. Der letzte Winter der Weimarer Republik. Ullstein, Berlin 2018, S. 145–146.
- ↑3D-Modell der Reichskanzlei: 15 = alte Reichskanzlei, 18 = Erweiterungsbau 1930, 14 = Saalbau 1935, rot = Bunker, links 1943, rechts 1935, 1/2/3 = Neue Reichskanzlei 1939.
Koordinaten: 52° 30′ 42″ N, 13° 22′ 55″ O
- Historische Behörde (Deutschland)
- Behörde (Deutsches Reich, 1933–1945)
- Standort der Exekutive in Deutschland
- Berlin im Deutschen Kaiserreich
- Erbaut in den 1730er Jahren
- Zerstört in den 1940er Jahren
- Abgegangenes Bauwerk in Berlin
- Wilhelmstraße (Berlin)
- Palais in Berlin
- Reichsbehörde in Berlin
- Zerstört im Zweiten Weltkrieg
- Bauwerk des Adelsgeschlechts Schulenburg
- Radziwiłł
- Behördengründung 1878
- Aufgelöst 1945